Die Mischung macht‘s

Nova Meierhenrich ist Moderatorin und Schauspielerin. Bekannt ist die nach einem Weihnachtsstern benannte Wahl-Hamburgerin aus Fernsehformaten, sowie den Golden Globes, der Fame Academy bei RTL 2 und vor allem auch aus dem Jugendmagazin Bravo TV. Ab dem 5.Oktober ist sie in „Unter deutschen Betten“ im Kino zu sehen. Im Interview erzählt uns Nova, was für sie perfektes Wohnen ausmacht und welche Gründe für eine Eigentumsimmobilie sprechen. Interview von Julia Ceitlina

 

Kosmische Namen liegen im Trend. Wie kam es zu Deinem?

 

Ich bin zu Weihnachten geboren und mein Name bedeutet in der Ableitung aus dem Griechischen oder aber auch der Astronomie „neuer Stern“ — ein kleiner Weihnachtsstern halt.

 

Als Moderatorin und Schauspielerin bist Du sicher viel unterwegs.
Welchen Aspekt spielt das Thema Wohnen für Dich?

 

Einen sehr großen. Meine Wohnung ist ja sozusagen mein Nest, meine Burg. Hier fühle ich mich wohl, zuhause und angekommen. Ich habe schon als Studentin lieber mehr für Wohnen ausgegeben, um mir meine eigenen, kleinen vier Wände anstelle einer WG leisten zu können.

 

Studentin — das heißt, Du hattest ursprünglich gar nicht geplant, Moderatorin zu werden?

 

Ich bin durch einen Zufall bei meinem ersten Casting gelandet, ohne jeden Wunsch verspürt zu haben, vor der Kamera zu arbeiten. Ich wollte damals eigentlich für meine Magisterarbeit recherchieren. Dass ich den Job bekomme, war nicht geplant. Das war vor 21 Jahren..

 

Würdest Du sagen, es gab einen Job, der Dich besonders geprägt hat?

 

Jeder Job hatte eine Bedeutung für mich, denn alle haben mich zu dem gebracht, wo ich heute bin. Wahrscheinlich waren die ganz unglamourösen Jobs sogar am wichtigsten, um die Uni zu finanzieren. Beispielsweise stand ich schon mal am Fließband in der Fabrik oder habe im Hotel Zimmer geputzt. Das erdet ungemein.

 

Wie war Deine erste Wohnung?

 

Meine erste eigene Wohnung war eine Ein-Zimmer Dachgeschoss-Wohnung mit Kochnische in der Nähe der Universität Essen.

 

Wo wohnst Du derzeit?

 

Seit zehn Jahren ist Hamburg jetzt meine Heimat.

 

Welche Kriterien hattest Du bei der Wahl Deiner Wohnung?

 

Licht! Ich brauche die Sonne in meinen Räumen und lege viel Wert auf helle und lichtdurchflutete Räume. Auch wenn das heißt, weit oben zu wohnen. Was ohne Aufzug mit einem 30 Kilo Koffer jeden zweiten Tag nur bedingt lustig ist. Aber das nehme ich für meine Traumwohnung gerne in Kauf.

 

Wie machst Du es Dir am liebsten zuhause gemütlich?

 

Ich liebe es, Freunde zum Essen da zu haben. Gemütlich kochen, essen und im Anschluss mit einem Glas Wein in der Hand in endlosen Gesprächen auf der Couch versacken.

 

Gibt es etwas, was Du immer mitnimmst, wenn Du auf Reisen bist?

 

Eine Duftkerze „to go“ im Lederetui. So riecht es überall ein wenig wie daheim.

 

In welchem Raum hältst Du dich Zuhause am liebsten auf?

 

Ich liebe meine Küche! Sie ist groß und bietet genug Platz, um mit Freunden zusammen zu kochen, zu klönen und endlose Nächte bei einer Flasche Wein über die Welt zu philosophieren. Mein Lieblingsplatz ist eine extra gebaute Sitzbank auf Höhe der Fenster — hier kann ich ewig mit einem Kaffee sitzen und hinaus schauen.

 

Eigentumswohnung oder zur Miete?

 

Eigentum.

 

Was spricht Deiner Meinung nach dafür, in eine Immobilie zu investieren?

 

Ich liebe das Gefühl, den Nagel für ein neues Bild in meine eigene Wand zu schlagen. Keine Rechenschaft für meinen Umgestaltungswahnsinn abgeben zu müssen und zu wissen —
das hier ist mein Nest!

 

Wie wichtig ist Dir Dein Kiez?

 

In meinem Viertel fühle ich mich zuhause. Und wenn der Lieblingskaffee-Verkäufer dich bereits mit deinem Getränkewunsch begrüßt, noch ehe du es selbst aussprichst, ist das doch schön.

 

Worauf legst Du besonderen Wert bei der Einrichtung?

 

Es muss nicht alles zusammenpassen, aber alles zu mir passen. Alt mit neu, modern mit Antik — die Mischung macht‘s.

 

Lieblingsstück in der Wohnung und warum?

 

Ein Schaukelstuhl aus den 60er Jahren, den ich vor einiger Zeit in einer Vintage Möbelausstellung entdeckt habe. Ich hatte sofort das Bild von mir in dem Stuhl im Kopf, in der Hand ein Buch, vor und zurück wippend im Takt der Musik oder des Tages. Dann habe ich hart verhandelt und jetzt ist er mein.