Wie ticken die Geschlechter beim Immobilienkauf?


Dass Männer und Frauen nicht vom selben Planeten stammen, ist eine schlimme Floskel. Wenn es allerdings um Immobilien geht, steckt in dem Klischee viel Wahres drin. Zumindest, wenn man der Studie des Schweizer Kreditunternehmen „Credit Suisse“ Glauben schenkt. Wer trifft beim Immobilienkauf die Entscheidungen? Frau oder Mann? Lesen Sie einfach weiter...

 

Nach vielen gemeinsamen Jahren in einer Mietwohnung haben sich Lisa und Hannes nun endlich entschieden: Sie wollen ein Eigentumshaus kaufen. So weit so gut. Doch bevor der Traum verwirklicht werden kann, müssen noch einige Schritte getan werden: die passende Immobilie muss gefunden werden. Wer hat bei der Suche eigentlich das Sagen?

 

Die Credit Suisse Bank befragte in einer nicht repräsentativen Studie Immobilienvermittler zum Entscheidungsverhalten von Männern und Frauen. Demnach sind alte Geschlechterrollen offenbar immer noch präsent. Frauen scheinen eher intuitiv an die Sache heranzugehen, während Männer pragmatisch sind.

 

Laut der Studie interessieren sich Frauen insbesondere für die Nachbarschaft, für die Küche und ob die Immobilie kindgerecht ist. Während sich das weibliche Geschlecht bei der Entscheidungsfindung vor allem von Emotionen leiten lässt, ist bei den Männern die Logik der treibende Motor. Zu den wichtigen Kriterien zählen für Männer neben der Haustechnik und der Bauqualität auch ein privater Parkplatz. Quadratisch, praktisch—gut, also.

Finanzen sind Männersache

Das letzte Wort bei der Entscheidungsfindung hat mit 56 Prozent maßgeblich die Frau. Um die finanziellen Angelegenheiten kümmern sich aber häufiger die Männer. Sie führen die Verhandlungen über den Preis und nehmen den Erstkontakt mit der Bank auf (52 Prozent). Nur 28 Prozent der Frauen gehen diesen Schritt.

Fazit:

Männer und Frauen haben bei der Suche nach dem gemeinsamen Nest zwar oft unterschiedliche Ansichten, ergänzen sich allerdings auch gut. Was dem einen Geschlecht dem Klischee nach an Feingefühl fehlt, wird vom anderen offenbar komplementiert. Schließlich gehört zur Kaufentscheidung auch eine gesunde Portion Pragmatismus. Die Mischung macht‘s.