Marketing aus der Vogelperspektive

Besonders große Anwesen, Neubauprojekte oder Gewerbeimmobilien lassen sich durch ihre umfangreiche Größe am besten in der Vogelperspektive erfassen. Für die Vermarktung können daher Drohnenaufnahmen gut eingesetzt werden. Christian Grundner, CEO der „Drone Brothers“ erläutert im Interview wie Inhaber von Spezialimmobilien Drohnen clever zum Verkauf verwenden können. Interview von Julia Ceitlina 


Wir haben ja in Deutschland im Moment eher keinen Engpass beim Verkaufen. Was bringen dann Drohnenaufnahmen?

 

Das ist sicherlich richtig, aber gerade für größere Projekte und eine überregionale Vermarktung bringen Luftaufnahmen einen deutlichen Mehrwert zu vergleichsweise geringen Kosten. Und trotzdem sehen wir immer wieder auch Beispiele wo sich eine Immobilie erst durch entsprechendes, professionelles Bildmaterial gut verkauft. Vor allem in weniger gehypten Lagen, die trotzdem viel zu bieten haben.

 

Wie ist die derzeitige Gesetzeslage? Kann ich mit einer Minidrohne nicht heute schon selber prima Bilder machen?

 

Die Gesetzeslage hat sich deutlich verschärft. Eine Regulierung ist sicherlich richtig und wichtig, über das Wie kann man diskutieren und es ist für professionelle Anwender nicht ganz optimal gelaufen. Trotzdem haben sich die Prozesse bei den Behörden mittlerweile eingefahren. Es gibt Ansprechpartner die Bescheid wissen und für professionelle Anbieter wurde Vieles im Nachgang in der konkreten Umsetzung der Gesetze vereinfacht. Die am Markt verfügbaren Drohnen werden immer kleiner, günstiger und leistungsfähiger.

Was können Sie Immobilieneigentümern empfehlen, wie sie den Service richtig anwenden?

Zum einen lässt sich das Bild und Videomaterial gut in diversen Immobilienportalen einbinden und man kann so aus der Masse herausstechen. Für größere Projekte lohnt sich sicher auch eine eigene Projektwebsite mit dem erstellten Bildmaterial und gegebenfalls Videos. Sofern ein 360° Rundgang für den Innenbereich geplant ist, kann ein Drohnenfoto oder sogar Kugelpanorama als Ausgangspunkt für den virtuellen Rundgang genutzt werden.

 

Kann man auch was falsch machen?

 

Vor allem sollte man sich an die rechtlichen Vorgaben halten und nicht einfach drauf losfliegen. Die Drohnentechnik ist in den letzten Jahren deutlich einfacher in der Handhabung geworden, allerdings bleibt es ein komplexes Fluggerät und Risiken lassen sich auch durch Assistenzsysteme nie komplett ausschließen.

 

Ein intensives Studium des Handbuchs und ein paar Übungsflüge im freien Gelände sind auf jeden Fall notwendig. Sollten Sondergenehmigungen nötig sein, ist meist auch ein Drohnenführerschein Voraussetzung.

 

Auf jeden Fall ist die Nachbearbeitung von 360° Fotos und Videos oder die Einbettung von 3D Modellen in Fotos eine Sache für den Profi, denn hier kann sehr schnell sehr viel Zeit verloren gehen und spezialisierte Anbieter liefern super Ergebnisse zu vertretbarem Aufwand.

 

Das spricht doch sehr dafür, bei solchen Luftaufnahmen einen Makler einzuschalten, der entweder selber fliegt oder einen Experten kennt, der das übernehmen kann.

 

Vielen Dank für das Gespräch.

Sie möchten eine Immobilie verkaufen und denken über den Einsatz von Drohnenaufnahmen nach?

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Otto A.W. Schickenberg  02104 - 97090