BGH bestätigt das Bestellerprinzip!

Aber Vorsicht! Fallen drohen....

 

 

Der Bundesgerichtshof als höchstes zuständiges Gericht hat die Geltung des Bestellerprinzips bestätigt. Damit ist höchstrichterlich klargestellt, dass ein Maklerlohn von dem zu begleichen ist, der den Makler beauftragt.

In der Regel ist dies der Eigentümer und Vermieter einer Immobilie.

 

Leider gibt es nach wie vor schwarze Schafe unter den Immobilienvermittlern. Diese versuchen die Mietinteressenten durch „Vertragsgebühren“, „Besichtigungsgebühren“ oder ähnliches zusätzlich zu schröpfen. All diese Versuche sind durch entsprechende Landgerichtsentscheide für unzulässig erklärt worden. Diese unzulässig geforderten Gebühren können bis zu drei Jahre vom Immobilienvermittler zurück gefordert werden.

 

Das Bestellerprinzip regelt eindeutig, dass derjenige der einen Immobilienmakler beauftragt, auch für den Maklerlohn aufkommen muss. Also wie bei jedem anderen Geschäft gilt: „Wer die Musik bestellt, der muss sie auch bezahlen!“ Auch hat der Gesetzgeber ausgeschlossen, dass der Vermieter die Kosten hinterher auf den Mieter umlegt.

 

Somit stellt sich die Frage: „Lohnt sich die Einschaltung eines professionellen Immobilienmaklers für den Vermieter?“

 

Der Aufwand für eine erfolgreiche Immobilienvermittlung wird oftmals deutlich unterschätzt.

 

Die Ermittlung der bestmöglichen marktgerechten Miete, die Beratung bezüglich notwendiger Vorbereitungen in der Wohnung, die Erstellung eines aussagekräftigen Exposés, die Entwicklung und Schaltung von Anzeigen, die Organisation und Durchführung von Besichtigungen, das Aussortieren von ungeeigneten Mietinteressenten (besonders Mietnomaden), die Prüfung der Bonität von Mietinteressenten, die Verhandlung und das Aufsetzen eines optimalen Mietvertrages und die Übergabe der Wohnung an einen Mieter mit einem professionellen Übergabeprotokoll und weitere Dienstleitungen kosten Zeit und Geld und hier ist Erfahrung sehr wichtig.

 

Hier kann ein privater Vermieter viel Geld und Zeit vergeuden.